Dienstag, 16. November 2010

Fragmentgedichte

Ergebnisse des Schreibtreffens am 26.10.2010
Die Idee ist, einen zufällig ausgeschnittenen Zeitungstext o.ä. zu ergänzen.

3  Beispiele - das fettgedruckte ist der Originaltext.

Geh, sagst du, aber
dich will ich gehen sehen
und auch deinen Hass.
man darf mich nicht einfach verscheuchen
wie eine lästige Fliege
Du bist mein Hypnotiseur
Entziehst mir meinen Willen
Du bist mein Dieb
Bewahrst nur das Gute in mir für dich
weiche der Angst
verweigre der Wut in dir
den Weg ins Freie, zu mir
Gib deine aufgezwungenen Antworten auf
stell selber Fragen, und doch -
gib acht auf
dich.
(Katharina)

                                        Innen mag ich traurig sein,
                        in Tränen schwimmen
                                         Ungehorsam
                                         kannte ich nie
               handelte immer nach einem Willen
                             Mit der Zeit will ich mich ändern, denn
die Veränderung kommt durch die Zeit.
                                         Sonnige Zeiten, Regen,
                               Tage schwarz, genug davon
                            wachgewordene Gefühle, nicht mehr unterdrücken.
(Rosa)

                 



                 Es ist traurig, wie du dich
                          von allen Menschen abschottest, sodass
             sie die dich nicht wahrnehmen, und
                                     wenn du da so sitzt, frage ich mich,
 ob du dich selbst wahrnimmst, dann
                                        dieses dich-selbst-bemitleiden, mehr
           interessiert dich nicht mehr. Die Person, die du
    früher warst, verschwindet irgendwo, und du,
                                  du merkst das gar nicht, und
           du denkst dir, alles ist einfach.
(Marcella)


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