Montag, 1. August 2011

Rezension "Die Königin von Mavalyon"

Vier Monate nach der Veröffentlichung ist im Wiesbadener Kurier und Tagblatt eine Rezension über mein zweites Buch, "Die Königin von Mavalyon", erschienen.
http://www.wiesbadener-tagblatt.de/region/kultur/lokale-kultur/10993081.htm

Heldinnen zum Anfassen

28.07.2011 - WIESBADEN
Von Julia Anderton
BUCHTIPP Die Wiesbadenerin Marcella Melien und ihre neue Fantasy-Geschichte für Jugendliche
Für viele Schüler sind Aufsätze ein Graus. Nicht so im Fall von Marcella Melien - die Wiesbadenerin bringt seit frühester Kindheit mit Begeisterung eigene Geschichten zu Papier und dies längst nicht nur im Unterricht. Mit gerade mal 17 Jahren brachte sie vor zwei Jahren mit dem Jugendbuch „Das Buch von Mavalyon“ ihren Erstling heraus, nun ist die Fortsetzung „Die Königin von Mavalyon“ erschienen.
Die vier Freundinnen Muriel, Finn, Salome und Syrah stehen an der Schwelle zum Erwachsenwerden und möchten ihre Zukunftsträume verwirklichen, doch das Schicksal macht ihnen einen Strich durch die Rechnung - ihr Land wird von den brutalen Korsaren heimgesucht, die den Menschen mit ihren Grausamkeiten das Leben zur Hölle machen. Die Mädchen beschließen, den Kampf aufzunehmen und erleben dabei unzählige, mitunter haarsträubende Abenteuer...

Wer Fantasy mag, wird diese Saga lieben. Doch auch Jugendliche, die damit nicht viel am Hut haben, kommen auf ihre Kosten, sind doch die zentralen Themen des Romans wie wahre Freundschaft, Mut, aber auch Zukunftsangst genreunabhängig von großer Aktualität. Zumal Meliens Schreibstil nicht verschachtelt daher kommt, wie es in so vielen Fantasy-Romanen der Fall ist, sondern in flüssiger Erzählweise klare Bilder von den dramatischen Ereignissen entstehen lässt, den Leser direkt ins spannende Geschehen hinein holt.

Fremd ist diese Welt voller Götter und Monster und doch irgendwie vertraut.
Die Protagonistinnen leisten Großes, dennoch fühlt man sich ihnen nahe. Denn sie sind keine abgehobenen unfehlbaren Kämpfernaturen, sondern vielmehr Heldinnen zum Anfassen, die zwar in einem Land vor unserer Zeit leben, wo man Wasser aus Quellen trinkt und auf Pferden reitet, jedoch modernen Jugendlichen im Grunde ihres Wesens gar nicht so unähnlich sind.
Mitunter anstrengend ist dafür die riesige Personenzahl, die auf 215 Seiten auftritt, zumal die Figuren betont komplizierte Namen tragen, was dem Leser einige Konzentration abverlangt. Nichtsdestotrotz vermag Melien durch ihre klare, intensive Erzählweise ihr Publikum bei der Stange zu halten. Das kommt nicht von ungefähr: Die 19-Jährige ist eine der Preisträgerinnen des diesjährigen „Jungen Literaturforums Hessen/Thüringen“, außerdem ist sie als freie Mitarbeiterin dieser Zeitung tätig.

Donnerstag, 26. Mai 2011

Wiesbadener Literaturtage

... und schon die nächste Veranstaltungsreihe: Wiesbadener Literaturtage.
Hier das Programm:
http://www.wiesbaden.de/medien/dokumente/kultur/LT_2011_xs.pdf

Mainzer-Minipressen-Messe

Vom 2. bis 5. Juni 2011 findet die 21. Internationale Buchmesse der Kleinverlage und künstlerischen Handpressen in Mainz statt.
Hier das Programm:

http://www.minipresse.de/veranstaltungen.php

Klingt nach einer interessanten und inspirirenden Veranstaltung, die wir uns nicht entgehen lassen sollten! Näheres bald unter "Termine".

Meine Bücher werden vorraussichtlich auch auf der Messe zu finden sein und freuen sich auch über Besuch! ;)

Samstag, 16. April 2011

Von der Musik inspiriert vor dem Perfect Day entstand dieser Text (und von Marcella´s toller Memorie Geschichte)


Ich drehe mich um Sekunde für Sekunde, ich drehe mich nach dir, doch greife ins Leere. Du bist fort, doch die kalte Decke ließt du mir zurück. Diese Seite wird für immer kalt bleiben. Bist du mir doch nah in Gedanken, so schwindest du wieder , oder du schwindest nicht, du bist formlos, ein Mensch ohne Gesicht, du bist ein Gefühl, eine Gewissheit, du bist mehr als nur Körperwärme.Du bist mein Gedanke , meine Luft , die Wärme in meinem Körper, du bist mein Motor.

Doch der Motor schlägt taktlos, die Wärme verliert sich, die Luft kratzt rauh, doch mein Kopf ist voll von dir. Verließt du mich doch nicht, könntest du überhaupt für immer bleiben? Und wenn doch oder auch wenn nicht ich wünschte es trotzdem, denn ich weiß immer noch zu wenig oder nie zu viel über dich. Ich fühle mich unvollkommen und schuldig, doch deine Krankheit nahm mir die Chance, genau wie ich sie nahm mir zu verzeihen.


Der Text zum Gegenstand im Raum im Perfect Day


„ Ein Café also, ein Ort an dem das schwarze Gold durch das Land der dürre und Folter fließt. Ununterbrochen rauscht es durch die Maschinerie der technisierten Gesellschaft in unsere Gegenwart. Hingen hier einst noch kleine Kristallkronleuchter , so thronen dort heute spektakuläre Neonlampen. Alles im Wandel und im Fluss, wie das elende Rauschen der Kaffeemaschine. Menschen treten ein und gehen mit gefüllten Bäuchen, sowie einer geballten Ladung Hyperaktivität wieder heraus. Niemand weint eine rote Träne der abendlichen Morgensonne nieder, welche sich Tag und Nacht über die Gepeinigten und Peiniger erstreckt. Auch wenn ich es verabscheue, oder es verabscheuen sollte als Mensch, so bin ich doch Teil davon. Ich bin das fehlende Puzzleteil, welches sich zu einem zyklischen Gebilde fügt, absurderweise sitze ich an eben diesem Gebilde. Ironischerweise ist dies Gebilde alles was uns verbindet, denn ein Tisch macht eine Sache erst rund. Wird eine Sache zu Tisch gebracht, so wird sie dort erst vollständig, denn an Tischen werden Gesetze gemacht und Entscheidungen gefällt. Sowohl die Ausbeutung als auch der Konsum sind Teil eines Paktes mit dem Tisch. Er ist ein Gesetz welches ich mit ihm geschlossen habe und sowohl der den auch andere geschlossen haben, während wieder andere Tische über das Schicksal der Ausgebeuteten entscheiden, welcher letztendlich auch mein Tisch ist. Die Tatsache das ich hier schon sitze ist eine formale Bestätigung, dass ich diesen Packt schon mit meinem Gewissen geschlossen habe.“

Ich hebe meine Hand und bestelle einen schwarzen Kaffee.

Freitag, 15. April 2011

Café nr.1

Ich mache mal den Anfang mit meinem ersten Text aus unserem "Café" und hoffe, dass er nicht alleine bleibt :)


Sie hätte nie damit gerechnet, dass sie eines Tages als Kellnerin in einem Café enden würde. Noch dazu in einem wie diesem, dessen Mobiliar aussah wie auf dem Sperrmüll zusammengesucht.
In Zeiten, wenn keine Kundschaft kam und es keine Gläser zu polieren gab, stand sie einfach da und schaute zu, wie sich der alte Ventilator drehte. Wäre es ein modernes Gerät gewesen, wären seine Blätter viel zu schnell, als dass sie ihnen beim Rotieren zusehen und dabei die einzelnen Blätter erkennen hätte können. Bei einem modernen Ding würden sie zu einem undefinierbaren Schwirren verschmelzen. Dieser Ventilator war etwas größer als sie, ein Monster aus cremefarbener Plastikverkleidung und silbernem Metall, und wenn es ganz ruhig im Café war, konnte man ihn leise scheppern hören. Dies waren die trostlosesten  Momente, diejenigen, in denen sie sich fragte, was sie hier eigentlich tat. Sie hatte viele Pläne gehabt, da war sie sich sicher, und keinen davon verwirklicht. Stattdessen arbeitete, nein, jobbte sie als Kellnerin oder stand hinter der Bar. An die Pläne, die sie gehabt hatte, konnte sie sich nicht erinnern.
Deshalb war sie dankbar für die Ablenkung, und die kam in Gestalt der Gäste, unterschiedlichster Menschen. Von denen schienen viele noch Pläne zu haben oder zumindest Aufgaben, wenn auch nur von oben aufgesetzte. Da waren Geschäftsleute, die ihren Kaffee immer neben ihrem Laptop abstellten und ihn tranken, ohne einen Blick von ihrem Bildschirm abzuwenden. Oder gestresste Hausfrauen, die ihre Einkaufstüten ablegten und sich eine Pause gönnten, in der sie ein Stück Kuchen verschlangen. Wenn sie aufstanden, sahen sie oft aus, als hätten sie ein schlechtes Gewissen. Oder es kamen junge Mädchen, die ihre Köpfe über ihre heiße Schokolade beugten, um ihre Probleme zu besprechen, wobei sie einander verschwörerische Blicke über die Tassenränder hinweg zuwarfen und manchmal misstrauisch zur Theke hinüberlinsten, ob die Bedienung dort vielleicht nicht zuhörte.
Sie trocknete dann seelenruhig ihre Teller weiter ab. Denn meistens hörte sie zu, war aber inzwischen sehr gut darin, es sich nicht anmerken zu lassen. Natürlich lauschte sie nicht, weil Lästereien und Liebeskummer sie interessierten oder weil sie in ihrer Jugend nicht genug davon gehabt hatte. Sondern weil diese Mädchen noch die Fähigkeit hatten, sich selbst und die Welt für unendlich wichtig zu halten. Und das war eine willkommene Abwechslung zur Monotonie des Ventilators.

Treffen vom 15.04.2011

Unser Treffen war sehr entspannt und produktiv, was ja kein Wunder ist bei der schönen Atmosphäre und den superleckeren Smoothies im Perfect Day und der Live-Musik, die von der Straßenband heraufklang :)

Unsere Ergebnisse:

- Ab sofort darf jeder literarische Texte (egal ob Buch, Stück, Kurzgeschichte oder Gedicht), über die er sich gerne austauschen würde, vorschlagen! Einfach Titel, Autor und evtl. Inhaltsangabe oder Begründung in den Blog posten.

- Wie damals in der Schreibwerkstatt "Nachbarschaft" wollen wir wieder einen Ort zum Leben erwecken und mit Charakteren füllen, die sich eventuell begegnen. Dies mal keine Nachbarschaft, sondern ein Café. Als Ausgangspunkt haben wir uns einen Gegenstand aus dem Perfect Day ausgesucht oder uns sonst davon inspirieren lassen. Weiterschreiben und posten erwünscht! Ich bin gespannt.

- Die Poetry-Slam-Daten schreibe ich unter "Termine" rein.

- Rezept für den Smoothie: Mango, Orangensaft, Joghurt, Minze, Ingwer.

- Nächstes Treffen: ca. 2. Maiwoche.

Bis dahin frohes Schreiben!
Marcella

Dienstag, 12. April 2011

Was gibt's Neues?

Hier ist lange nichts passiert, weil das schriftliche Abitur auch von mir etwas Zeit eingefordert hat...
 wichtige Neuigkeiten auf einen Blick:


1. Die Planungen zum 2. Jugendkulturfestival YouthCulture 65... laufen und somit auch die Vorbereitungen für einen Schreibwettbewerb, an dem sich Wiesbadener Jugendliche beteiligen können. Wenn alles klappt, findet die Preisverleihung am 2.09.11 statt und wird auf dem Festival den Literaturbereich vertreten. Katha und ich engagieren uns hierfür im Festivalteam.


2. Ich bin stolz verkünden zu können, dass mein 2. Buch erschienen ist. "Die Königin von Mavalyon" ist eine Fortsetzung des "Buch von Mavalyon", kann aber auch unabhängig gelesen werden.
www.verlag-petra-hennig.de/buch_koenigin_mavalyon.html


3. Es gibt endlich wieder ein Schreibtreffen! Siehe Termine.


Liebe Grüße,
Marcella